Auf den Torschützenkönig wetten 2026 in Österreich

Updated Oktober 2026
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Ein Fußball liegt vor einem leeren Tor auf dem Rasen, das Netz hängt unbewegt, im Hintergrund ein verschwommener Zaun in warmem Abendlicht.
Bei win2day Sportwetten beträgt der Mindesteinsatz 0,50 € pro Standardwette; der Höchsteinsatz liegt bei 500 € pro Standardwette und pro Systemwette.
Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: 34 Min.
Inhaltsverzeichnis

Wer in Österreich auf den Torschützenkönig einer Liga oder eines Turniers wettet, bindet Geld über Monate – und genau darin liegt der eigentliche Preis dieser Wette. Die Quote enthält die Marge des Buchmachers, die Auszahlung erstreckt sich über eine ganze Saison, und bei manchen Anbietern wird am Ende ein weiterer Betrag abgezogen, der mit dem Gewinn gar nichts zu tun hat. Wer das versteht, liest eine Quote anders.

Datenstand: 30 Oktober 2026 – geprüft gegen die Spielbedingungen und Impressen der genannten Anbieter sowie die Wettgesetze der Länder.

Wettmärkte für den Torschützenkönig und wie die Quote entsteht

Der Torschützenkönig ist im Sportwetten-Angebot eine Langzeitwette – der Titel zählt zusammen mit dem Meistertitel zu den langfristigsten Märkten überhaupt. Wer hier wettet, gibt den Tipp ab, welcher Spieler am Ende einer Saison, eines Wettbewerbs oder eines Turniers die meisten Tore erzielt hat. Die Wette wird erst nach dem letzten Spieltag ausgewertet; bis dahin bleibt der Einsatz gebunden, gleich ob der gewählte Stürmer führt, verletzt ausfällt oder schon im Januar an einen anderen Verein verliehen wird.

Welche Märkte genau zur Verfügung stehen, hängt vom Anbieter und vom Wettbewerb ab. In der Praxis finden sich:

  • Bundesliga-Torschützenkönig, die wohl häufigste Variante im deutschsprachigen Raum – Saisonwette über 34 Spieltage.
  • Champions-League-Torschützenkönig und Europa-League-Torschützenkönig, beides über das jeweilige Turnier hinweg, kürzer als eine Bundesliga-Saison, dafür mit kompakterer K.-o.-Phase und weniger Spielen pro Spieler.
  • Conference-League-Torschützenkönig – im Aufbau, weil der Wettbewerb selbst noch jung ist; das Angebot ist nicht bei allen Anbietern selbstverständlich.
  • WM-Torschützenkönig und EM-Torschützenkönig – die Königsdisziplin, weil hier binnen weniger Wochen die meisten Spiele fallen und die Quoten wegen der vielen Unbekannten breit gestreut sind.
  • Premier-League-, La-Liga- und Serie-A-Torschützenkönig – jeder eigene Markt mit eigenem Spielerprofil und eigenen Verletzungsrisiken.

Außerhalb des Fußballs führen etwa die Handball-Bundesliga ebenfalls einen Torschützenkönig-Titel, international ist die spanische Auszeichnung als Pichichi-Trophäe bekannt.

Wie die Quote gebaut wird

Jede Quote enthält zwei Dinge: die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Buchmachers und seine Marge. Das lässt sich an einem Beispiel zeigen: Liegen die drei plausibelsten Torschützen einer Bundesliga-Saison bei 6,00 – 5,50 – 9,00, ergibt die Rechnung 1 ÷ (1/6,00 + 1/5,50 + 1/9,00) = 1 ÷ (0,1667 + 0,1818 + 0,1111) = 1 ÷ 0,4596 = 2,18. Das heißt: Auf 100 € Einsatz zahlt der Markt nur 218 € zurück, obwohl nur die Top-3 als Beispiele addiert wurden. 100 % minus die Auszahlungsquote (hier rund 218 %) ergibt die Marge – in diesem Buchmacher-Beispiel weit über 70 %, weil die Rechnung nur einen Ausschnitt zeigt. In einem realen Markt mit 20 bis 30 Kandidaten liegt der Auszahlungsschlüssel typischerweise bei 85 % bis 92 %, die Marge also zwischen 8 % und 15 %.

Bei Langzeitwetten fällt die Marge oft höher aus als bei Einzelwetten auf ein einzelnes Spiel. Das hat einen einfachen Grund: Der Buchmacher trägt ein echtes Risiko über Monate – verletzt sich der Top-Favorit im Oktober, muss die Quote der anderen Kandidaten nachjustiert werden – und die Unsicherheit schlägt sich im Preis nieder. Wer eine Bundesliga-Torschützenwette zu Quote 6,00 abschließt, wettet deshalb nicht „gegen Sechs-zu-Eins“, sondern gegen eine Quote, in der mehrere Prozentpunkte Marge stecken.

Einsatzzeit und Elfmeter als Quotenhebel

Bei einer WM oder EM ist der Zeitpunkt der Wettabgabe entscheidend. Vor dem ersten Spiel stehen die Quoten breit, weil kein Spieler ausgeschlossen werden kann. Wer vor dem Turnier wettet, akzeptiert das Risiko, dass der gewählte Spieler im Kader fehlt, kein Spiel bekommt oder schon in der Vorrunde scheitert. Wer erst nach der Gruppenphase wettet, hat mehr Information – dafür sind die Quoten für die verbliebenen Kandidaten oft drastisch gesenkt, weil das Feld kleiner geworden ist.

Eine besondere Rolle spielen Elfmeterschützen. Bei Turnieren mit K.-o.-Phasen entscheiden Elfmeterschießen über das Weiterkommen, und das wirkt auf die Torschützenstatistik zunächst nicht zurück – Elfmeterschießen zählt nicht in die Turnier-Torstatistik. Relevant sind aber Elfmeter im Spielverlauf: Wer den Elfmeterpunkt seines Teams sicher trägt, sammelt garantierte Tore. Buchmacher beobachten das genau; wechselt ein Elfmeterschützer den Verein vor Saisonbeginn und verliert das Amt, reagiert die Quote spürbar.

Kombinationen und der Mindestpreis

Eine Einzelwette auf den Torschützenkönig lässt sich mit anderen Wetten kombinieren – „Torschützenkönig wird Spieler X, und Spieler Y wird Torschützenkönig des gleichen Turniers“ – aber die Multiplikation der Quoten frisst die Marge auf. Beispiel: 6,00 × 8,00 ergibt eine Kombiquote von 48,00, der Markt würde fairerweise aber nur 6,00 × 8,00 × (1 − Marge₁) × (1 − Marge₂) zahlen; in der Realität ist die tatsächliche Quote niedriger, weil zwei Märkte mit zwei Margen multipliziert werden.

Bei manchen Anbietern sind Einzelwetten unterhalb einer bestimmten Quote gar nicht erlaubt: tipp3 erlaubt Einzelwetten erst ab einer Quote von 1,06; niedrigere Quoten können nur in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden, und in einer Kombiwette lassen sich dort 3 bis 10 Tipps verbinden. Bei Langzeitwetten ist das selten ein Thema, weil die Quoten ohnehin im zweistelligen Bereich liegen. Wer aber plant, spätere Saisonspiele in Kombination mit der Torschützenwette zu spielen, sollte diesen Mindestpreis kennen.

Wann die Wette ausgeht – und wann nicht

Die Wette wird in der Regel erst nach dem letzten Pflichtspiel des Wettbewerbs ausgewertet, nicht nach dem vorletzten. Das klingt selbstverständlich, hat aber eine Tücke: Steht der Tabellenführer schon vor dem letzten Spieltag als Meister fest und werden die Starspieler für die letzte Partie geschont, wirkt sich das auf die Torstatistik des Torschützenkönigs aus – aber die Wette läuft trotzdem bis zum Schluss. Wer im November wettet, dass ein Spieler Torschützenkönig wird, geht diesen Weg mit.

Gleichstand wird von Buchmacher zu Buchmacher unterschiedlich behandelt. Die häufigsten Varianten:

  • Beide Spieler gelten als Torschützenkönig, die Wette wird als gewonnen gewertet, sofern der eigene Tipp unter den Gewinnern ist.
  • Es zählt nur der offizielle Titel; bei Gleichstand wird keine Wette ausgewertet und der Einsatz zurückerstattet.
  • Der Wettschein verliert, wenn der getippte Spieler nicht alleiniger Sieger ist.

Die jeweilige Regelung steht in der Wettordnung des Anbieters. Wer auf einen Außenseiter mit Quotenkombinationen setzt, sollte diese Stelle lesen, bevor der Einsatz gebunden ist.

Beispielrechnung: Was eine Quote 8,00 bei 10 € Einsatz zahlt

Wer 10 € auf eine Quote von 8,00 setzt, erhält bei einem Sieg 10 × 8,00 = 80 € zurück – das ist der Bruttoertrag. Davon abgezogen wird der Einsatz selbst, denn er ist bereits bezahlt. Der Nettogewinn, also das, was oben drauf kommt, beträgt 10 × (8,00 − 1) = 70 €. Es ist eine Multiplikation, keine Subtraktion: Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert, der Gewinn ist die Quote minus 1, multipliziert mit dem Einsatz.

Das ist das Grundgerüst jeder Wettauszahlung. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote – zwei Tipps zu 3,50 und 4,50 ergeben 15,75, drei Tipps zu 2,00, 3,00 und 4,00 ergeben 24,00. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen aus den ausgewählten Tipps gebildet; das System kostet mehr Einsatz, sichert aber Teilausfälle ab.

Für eine Bundesliga-Saison heißt das: Wer den Top-Favoriten zur Quote 6,00 spielt und gewinnt, bekommt das Sechsfache seines Einsatzes; wer den Außenseiter zur Quote 25,00 spielt und gewinnt, das Fünfundzwanzigfache – mit dem Wissen, dass die Marge in beiden Fällen im Preis steckt und die Auszahlung erst nach 34 Spieltagen kommt.

Bild: Wettmärkte und Mindesteinsatz

Bei win2day Sportwetten beträgt der Mindesteinsatz 0,50 € pro Standardwette; der Höchsteinsatz liegt bei 500 € pro Standardwette und pro Systemwette. Damit liegt win2day am oberen Ende dessen, was österreichische Land-Wettgesetze für Online-Wetten erlauben – Oberösterreich und Niederösterreich setzen ebenfalls 500 € pro Wette als Obergrenze.

Livewetten, Cash-Out und andere Spielarten

Nicht jeder Torschützenkönig-Markt ist eine reine Vorab-Wette. Manche Anbieter bieten In-Play-Märkte an, also Wetten während der laufenden Saison – „Wer wird Torschützenkönig nach Spieltag 15?“ – und damit auch eine Cash-Out-Option. Bei tipp3 kann mit der Cashout-Funktion vor Ende eines Spiels vorzeitig aus der Wette ausgestiegen werden, der angebotene Betrag richtet sich nach dem Spielverlauf; während einer Sperre der Wettabgabe, etwa bei Quotenanpassungen, steht die Funktion nicht zur Verfügung.

Cash-Out auf eine Langzeitwette funktioniert anders als auf ein Einzelspiel: Der Buchmacher bewertet die Restwahrscheinlichkeit, dass der getippte Spieler noch Torschützenkönig wird, und bietet einen Ausstiegspreis an. Das ist nichts anderes als eine zweite Wette auf eine Wahrscheinlichkeit – und die Marge des Buchmachers steckt auch in diesem Ausstiegspreis. Wer vorzeitig aussteigt, gibt einen Teil des möglichen Gewinns ab, sichert aber den bisherigen Gewinn oder mindert den Verlust.

Limits und Höchstgewinne

Die Wettgewinne sind nicht unbegrenzt. Wo die Land-Wettgesetze keine Obergrenze setzen, tut es der Anbieter in seinen Bedingungen. Bei Vierklee beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombinationswette 15.000 € (ebenso pro Systemwette) und pro Kunde und Woche 50.000 € für das gesamte Bundesgebiet Österreich. Bei win2day Sportwetten ist der Höchstgewinn mit 80.000 € pro Standardwette und 200.000 € pro Systemwette begrenzt; Wetten, die ein Limit überschreiten, werden nicht angenommen.

Diese Limits treffen den Torschützen-Markt selten direkt, weil die Quoten für einen Sieg im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich liegen. Bei einer Quote von 25,00 und 1.000 € Einsatz wäre der Bruttoertrag bereits 25.000 € – und damit in einer Region, in der Limits relevant werden.

Anbieter im Vergleich: Wer nimmt die Torschützen-Wette an

Die folgende Übersicht zeigt jene Anbieter, die im österreichischen Markt aktiv sind. Die ersten sechs führen eine Land-Bewilligung; die letzten vier sind ausländische Marken ohne österreichische Bewilligung. Beide Gruppen werden verglichen, weil österreichische Spieler ihnen begegnen – aber die rechtliche Einordnung ist eine andere, und sie muss sichtbar bleiben.

Unternehmen (Marke) Bewilligung in Österreich Bewilligende Stelle oder genannte Lizenz
tipp3 ja (Land-Bewilligung) Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020
win2day (Sportwetten) ja (Land-Bewilligung) Bewilligung der NÖ Landesregierung, wie sie die Wettordnung von win2day anführt
Starsportwettenen ja (Land-Bewilligung) Bewilligung laut Google-Play-Beschreibung vom 8. März 2022; das Bundesland und die Bescheidnummer werden vom Anbieter nicht genannt
Vierklee ja (Land-Bewilligung) Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0
Admiral ja (Land-Bewilligung) Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz
Merkur Bets ja (Land-Bewilligung) Das Bundesland und der Bescheid werden vom Anbieter nicht veröffentlicht
BetLabel nein (ohne österreichische Bewilligung) Lizenz: Curaçao
Spinsino nein (ohne österreichische Bewilligung) Lizenz: Curaçao
Roostino nein (ohne österreichische Bewilligung) Lizenz: Curaçao
Slotuna nein (ohne österreichische Bewilligung) Lizenz: Anjouan ALSI-152406028-FI2

Was die Übersicht nicht zeigt, ist die Frage, wie vollständig die Torschützen-Märkte beim jeweiligen Anbieter ausfallen. Wer auf den Torschützenkönig der Premier League wetten will, findet diese Wette möglicherweise nur bei einem Teil der genannten Anbieter; die Bundesliga-Torschützenwette ist weiter verbreitet, WM- und Champions-League-Varianten unterschiedlich. Eine pauschale Aussage „Anbieter X hat alle Torschützen-Märkte“ lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht ableiten – das Wettprogramm wird vom Anbieter laufend aktualisiert, und der konkrete Wettbewerb steht erst wenige Wochen vor Saisonstart im Programm.

Was „ohne österreichische Bewilligung“ in der Praxis heißt

Eine Land-Bewilligung in Österreich bedeutet: Der Anbieter ist von einer Landesregierung geprüft, das Wettangebot unterliegt den Regeln des jeweiligen Wettgesetzes, und der Anbieter trägt die Wettgebühr selbst. Eine Bewilligung aus Curaçao, Anjouan oder Malta bedeutet: Der Anbieter unterliegt einer ausländischen Aufsicht, die in Österreich keine Rolle spielt; das österreichische Wettgesetz gilt für ihn nur dann, wenn er seine Dienste vom Inland aus erbringt – was bei den meisten Online-Anbietern gerade nicht der Fall ist.

Für den Spieler heißt das dreierlei:

  • Die Wettgebühr von 5 % wird auch auf Wetten bei ausländischen Anbietern fällig, wenn der Anbieter sie an Spieler in Österreich vermittelt – die Gebühr schuldet der Anbieter, nicht der Spieler.
  • Eine österreichische Selbstsperre wirkt nur beim Anbieter, bei dem sie gesetzt wird; eine Sperre bei einem Curaçao-Anbieter erreicht die Land-Bewilligten nicht und umgekehrt.
  • Bei Streit mit einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung gibt es keine heimische Beschwerdestelle; der Rechtsweg führt ins Ausland, wo die jeweilige Lizenzbehörde zuständig ist.

tipp3

Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betreibt tipp3 und ist mit einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) ausgestattet; der Bescheid datiert vom 10.12.2020 unter der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. tipp3 ist damit einer der wenigen Anbieter, bei denen die Land-Bewilligung mit Aktenzahl und Datum dokumentiert ist – was die Überprüfung erleichtert. Das Angebot umfasst Sportwetten über Portal und App; über die konkrete Tiefe des Torschützen-Markts bei tipp3 schweigen die vorliegenden Quellen.

Bei der Wettgebühr verfolgt tipp3 eine klare Linie: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die 5 % selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Ein Beispiel des Anbieters: 10 € Einsatz zu Quote 2,00 ergeben einen Bruttogewinn von 20 €; die Gebühr beträgt 1 €, der mögliche Gewinn bleibt bei 19 €. Für eine Torschützenwette zu Quote 8,00 und 10 € Einsatz bedeutet das: Bruttogewinn 80 €, abzüglich 5 % von 70 € Gewinn = 3,50 € Gebühr, Auszahlung 76,50 €. Gewinne aus Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen – bei einer klassischen Outright-Wettide greift der Abzug aber.

Beim Spielerschutz bietet tipp3 eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten – das Guthaben bleibt im Konto – sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird; beide Maßnahmen sind nach dem Start nicht aufhebbar. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich und wird systemtechnisch vorgegeben. Einzelwetten sind ab Quote 1,06 erlaubt; niedrigere Quoten können nur in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden, und in einer Kombiwette lassen sich 3 bis 10 Tipps verbinden. Livewetten sind nur auf tipp3 und in den tipp3-Apps möglich; bei bestimmten Spielsituationen wie einem Elfmeter wird die Wettannahme unterbrochen, bis der Ausgang feststeht.

Das Urteil: tipp3 ist für österreichische Spieler die unkomplizierteste Adresse, weil die Land-Bewilligung dokumentiert ist und der Anbieter die Wettgebühr transparent behandelt. Die Mindestquote für Einzelwetten von 1,06 ist beim Torschützen-Markt ohne Belang, weil Outright-Quoten ohnehin weit darüber liegen; sie zeigt aber, wie der Anbieter den Markt für Kombinationen kanalisiert.

win2day (Sportwetten)

win2day ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Die Sportwetten beruhen laut Hinweis auf der Seite auf einer erteilten Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung; das Angebot unterliegt daher nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und nicht der Aufsicht des BMF/Finanzamt Österreich. Wichtig ist die Trennung: win2day-Lotterie und Casino laufen unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession, die Sportwetten unter einer Land-Bewilligung – wer beide mischt, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Beim Angebot nennt win2day Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1; angeboten werden Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten. Damit sind die Voraussetzungen für eine Torschützenwette grundsätzlich gegeben, weil „Langzeitwetten“ zum Portfolio gehören – welche konkreten Wettbewerbe abgedeckt werden, schwankt mit dem Wettprogramm.

Das Einzahlungslimit ist gestaffelt: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist kein gesetzliches Limit, sondern eine Bedingung des Anbieters – und es bedeutet, dass ein Spieler mit einem schmalen Budget disziell an das Limit gebunden ist, ohne dass eine österreichische Aufsicht dieses Limit vorschreibt. Beim Einsatz gilt ein Mindesteinsatz von 0,50 € pro Standardwette, der Höchsteinsatz liegt bei 500 € pro Standardwette und pro Systemwette. Der Höchstgewinn ist mit 80.000 € pro Standardwette und 200.000 € pro Systemwette begrenzt.

Das Urteil: win2day ist für österreichische Spieler die zweite dokumentierte Adresse mit Land-Bewilligung; wer unter 26 ist, bekommt mit dem Wochenlimit von 250 € einen klaren Rahmen, der über das hinausgeht, was die meisten anderen Anbieter vorgeben. Für Torschützen-Märkte ist die Sportwetten-Lizenz relevant, nicht die Lotterie-Konzession – Anbieter sollten den Markt getrennt von Casinospielen beurteilen.

Starsportwetten

Starsportwetten wird laut Beschreibung der Starsportwetten-App im Google-Play-Eintrag von der Starbet24 GmbH betrieben; die App führt einen Bescheid vom 8. März 2022 an, mit dem die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Das ist die Bewilligung, aber das Bundesland und die Bescheidnummer werden im öffentlich einsehbaren Eintrag nicht genannt – ein vollständiger Abgleich mit der zuständigen Landesregierung ist über die vorliegenden Quellen nicht möglich.

Die Formulierung „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ auf der App-Seite ist nicht ungewöhnlich, lässt aber offen, welche Landesbehörde den Bescheid ausgestellt hat. Wer die Bewilligung überprüfen will, muss beim Anbieter direkt nachfragen oder die jeweilige Landesregierung konsultieren. Über das Wettprogramm – insbesondere das Angebot an Torschützen-Märkten – und die Wettbedingungen sagen die vorliegenden Quellen nichts.

Das Urteil: Starsportwetten positioniert sich mit einer dokumentierten Bewilligung, deren voller Aktenvermerk aber in den verfügbaren Quellen fehlt. Wer die Marke nutzt, sollte die Bewilligung in den Bedingungen oder auf Anfrage beim Anbieter verifizieren, bevor ein höherer Einsatz platziert wird – ein Bescheid ohne genannte Aktenzahl lässt sich nicht ohne weiteres reproduzieren.

Vierklee

Vierklee Wettbüro GmbH betreibt Vierklee und führt in den Allgemeinen Wettbedingungen eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0, an. Tirol zählt damit zu den wenigen Bundesländern, deren Bewilligung mit Aktenzahl publiziert wird.

Beim Höchstgewinn setzt Vierklee 15.000 € pro Einzel- oder Kombinationswette (ebenso pro Systemwette) und 50.000 € pro Kunde und Woche für das gesamte Bundesgebiet Österreich. Diese Wochenobergrenze ist ungewöhnlich: Sie zeigt, dass der Anbieter verhindern will, dass ein einzelner Kunde über alle seine Spielstellen hinweg mehr als 50.000 € pro Woche gewinnt – eine Klausel, die bei großen Kombinationen mit hohen Quoten relevant wird. Bei einer Torschützenwette zu Quote 25,00 mit 600 € Einsatz wäre der Bruttoertrag 15.000 € und damit genau an der Einzelwette-Obergrenze.

Das Urteil: Vierklee ist über die Tiroler Aktenzahl klar dokumentiert, und die Wochenobergrenze von 50.000 € ist eine harte Bremse für Hochgewinnstrategien – wer plant, mit Kombinationen aus Torschützen-Wetten und anderen Märkten zu spielen, sollte diese Grenze in seine Einsatzplanung einbeziehen.

Admiral

Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehört zur Novomatic-Gruppe; Walter Grubmüller hat das Unternehmen gegründet, an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Hinter Admiral steht also ein Konzern mit langer Sportwetten-Geschichte, was das Vertrauen in die Bewilligungs-Praxis stützt.

Admiral führt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Oberösterreich ist eines der Länder mit klaren Wettgesetz-Bestimmungen; die dort geltenden Höchstgewinn- und Einsatzregeln sind in der Oö. Wettgesetz-Novelle von 2021 niedergeschrieben. Über das konkrete Torschützen-Angebot, die Mindestquoten, Einsatzlimits und Höchstgewinne bei Admiral sagen die vorliegenden Quellen nichts.

Das Urteil: Admiral bringt als traditionsreicher österreichischer Wettanbieter mit OÖ-Bewilligung solides Gewicht mit, gehört zur Novomatic-Gruppe und ist in vielen Annahmestellen präsent. Für die Frage, ob der Anbieter Torschützen-Märkte führt und wie tief das Wettprogramm ist, fehlt in den vorliegenden Quellen ein Beleg.

Merkur Bets

Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group – früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996 – tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Der Namenswechsel ist die jüngste Veränderung im österreichischen Markt, was für Bestandskunden eine Umstellung bedeutet.

Merkur Bets führt eine Land-Bewilligung, ohne das Bundesland oder den Bescheid zu nennen. Über das konkrete Wettprogramm, die Bedingungen für Torschützen-Wetten oder Limits sagen die vorliegenden Quellen nichts – auch hier ist eine Überprüfung nur durch direkte Anfrage oder den Blick in die Wettordnung möglich.

Das Urteil: Merkur Bets ist mit der Marktbekanntheit von fast drei Jahrzehnten ausgestattet, hat aber die Bewilligungsdetails nicht so offen publiziert wie tipp3 oder Vierklee. Wer mit Merkur Bets wettet, sollte die Bewilligung in den Bedingungen prüfen oder beim Kundendienst nachfragen, wenn diese Information für die eigene Buchführung relevant ist.

BetLabel

BetLabel wirbt auf der deutschsprachigen Startseite mit einem 100 %-Bonus von bis zu 100 € auf die erste Einzahlung; Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen auf der Startseite nicht. Das ist einer der Punkte, an denen sich der Unterschied zwischen österreichischen Land-Bewilligten und ausländischen Anbietern zeigt: Die Bonus-Kommunikation erfolgt prominent, die Bedingungen sind dem ersten Blick entzogen. BetLabel trägt eine Curaçao-Lizenz, die in Österreich keine Bewilligung ersetzt.

Das Urteil: BetLabel ist für österreichische Spieler erreichbar, aber die fehlende österreichische Bewilligung und die nicht-öffentlichen Bonus-Bedingungen lassen sich nur durch eigene Lektüre der AGBs klären – wer mit Bonus spielt, sollte die Bedingungen lesen, bevor er einzahlt.

Spinsino

Spinsino wird beim Aufruf als mexikanisches Angebot angezeigt – spanische Texte, Zahlungsarten OXXO, SPEI, Mercado Pago und CoDi – eine deutsche oder österreichische Version wurde nicht abgerufen. Das bedeutet in der Praxis: Wer von Österreich aus zugreift, sieht unter Umständen nicht das Angebot, das der Anbieter für andere Märkte vorbereitet hat; eine Torschützen-Wette im Bundesliga-Format ist hier nicht garantiert. Spinsino trägt eine Curaçao-Lizenz.

Das Urteil: Spinsino ist als Anbieter in Österreich praktisch nicht eingerichtet – eine deutschsprachige Oberfläche wurde nicht vorgefunden. Wer dennoch spielt, muss mit Sprachbarrieren und fehlender österreichischer Aufsicht rechnen.

Roostino

Beim Sport-Willkommensbonus von Roostino müssen Kunden aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz den Betrag 5-mal umsetzen (Einzahlung plus Bonus), übrige Länder 6-mal, mit Einzelwetten ab Quote 2,0 oder Kombiwetten ab Quote 1,5 je Auswahl; Skrill- und Neteller-Einzahlungen zählen nicht. Das ist eine konkrete Bedingung, die zeigt, was ein Bonus bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung kostet: 5-facher Umsatz, Mindestquoten, ausgeschlossene Zahlungsmethoden – und Roostino trägt eine Curaçao-Lizenz.

Das Urteil: Roostino macht die Bonus-Bedingungen transparenter als manch anderer Curaçao-Anbieter, aber die fehlende österreichische Bewilligung bleibt. Wer hier wettet, hat keine heimische Beschwerdestelle; ein Streit wird nach den Regeln der ausländischen Lizenzbehörde ausgetragen.

Slotuna

Beim Sport-Erstbonus von Slotuna gilt für Kombiwetten eine Mindestquote von 1,5 je Auswahl, der Umsatz ist innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz; Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind nicht bonusberechtigt. Auch hier sind die Bedingungen offen kommuniziert – mit der wichtigen Einschränkung: Pro Wette zählen nur 50 € zum Umsatz, was bei höheren Wetten den Umsatz nicht proportional erhöht. Slotuna trägt eine Anjouan-Lizenz (ALSI-152406028-FI2), die in Österreich ebenfalls keine Bewilligung ersetzt.

Das Urteil: Slotuna zeigt mit dem 50-€-Pro-Wette-Limit eine typische Klausel, die bei ausländischen Bonusangeboten häufig ist – der geforderte Umsatz wird durch hohe Einzelwetten nicht beschleunigt. Für die Torschützen-Wette heißt das: Wer auf den Außenseiter zur Quote 25,00 mit 100 € setzt, bringt nur 50 € in den Umsatz ein, der Rest verfällt für den Bonusumsatz.

Grundlagen: Was eine Torschützen-Wette in Österreich ist

Eine Langzeitwette auf den Torschützenkönig ist im österreichischen Wettangebot ein Standardmarkt – aber die Regeln unterscheiden sich von denen einer Einzelwette auf ein Fußballspiel. Wer das versteht, geht mit dem Wettschein anders um.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und Pfeilen liegt neben einem Bleistift auf einem Holztisch, Tageslicht von links.
Einzelwetten sind bei tipp3 erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt; diese Mindestquote ist für Kombi- oder Systemwetten relevant.

Saison, Wettbewerb oder Turnier

Der Markt heißt „Torschützenkönig“ und kann sich auf eine ganze Liga (Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A), einen europäischen Wettbewerb (Champions League, Europa League, Conference League) oder ein Nationalmannschafts-Turnier (WM, EM) beziehen. Welche Spieler im Angebot stehen, hängt vom Buchmacher ab – manche listen früh die Top-Stürmer auf, andere warten, bis die Kader feststehen.

Bei einer Bundesliga-Saison beginnt der Markt im Sommer vor dem ersten Spieltag und läuft bis zum 34. Spieltag im Mai. Bei einer WM oder EM ist der Zeitraum noch kürzer – einige Wochen Turnierdauer, in denen jeder Spieltag die Quote verschiebt. Die Wette wird erst nach dem letzten Pflichtspiel des jeweiligen Wettbewerbs ausgewertet, und bis dahin bleibt der Einsatz gebunden.

Bild: Mindestquote und Kombiwetten

Einzelwetten sind bei tipp3 erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt; eine Option, die primär für Kombi- oder Systemwetten relevant ist. Diese Mindestquote ist beim Torschützen-Markt praktisch nie relevant, weil Outright-Quoten ohnehin im Bereich von 4,00 bis 25,00 liegen; sie zeigt aber, wie der Anbieter Kombinationen fördert und welche Quote als „sportlich“ gilt.

Warum die Quote sich bewegt

Die Quote eines Torschützen-Kandidaten ist kein statischer Wert. Sie bewegt sich über die Saison:

  • Tore: Jedes Tor des Kandidaten verändert die implizite Wahrscheinlichkeit – bei einem Hattrick am ersten Spieltag fällt die Quote deutlich.
  • Verletzungen: Eine schwere Verletzung, die den Spieler für mehrere Wochen ausfallen lässt, treibt die Quote nach oben; eine schnelle Rückkehr drückt sie wieder.
  • Transfers: Ein Wechsel im Winter kann die Torchancen verändern – ein Stürmer, der zu einem schwächeren Verein geht, bekommt mehr Schüsse, aber weniger Raum.
  • Auslösungen in den Medien: Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel oder eine Vertragsverlängerung beeinflussen die Wahrnehmung und damit die Quote.
  • Spielplan: Steht der Spitzenreiter vor einer Englischen Woche mit drei Spielen in sechs Tagen, steigt die Torerwartung für die Spitzenstürmer.

Die Bewegung ist nicht symmetrisch: Nach oben (Quote steigt) passiert schneller als nach unten, weil eine Verletzung sofort eingepreist wird, während eine Genesung mit Unsicherheit behaftet ist.

Auszahlungsquote und Marge im Markt

Ein Buchmacher-Markt auf 20 Kandidaten hat eine Auszahlungsquote, die typischerweise zwischen 85 % und 92 % liegt; die Marge ist die Differenz zu 100 %. Bei einer Auszahlungsquote von 90 % zahlt der Markt auf 100 € Einsatz nur 90 € zurück – 10 € bleiben als Buchmacher-Gewinn. Das ist der Preis, den jeder Wetter für die Wettmöglichkeit zahlt, und er ist unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert.

Bei einer Torschützenwette ist die Marge unsichtbar – sie steckt in jeder einzelnen Quote, nicht in einem Aufschlag. Wer die Marge schätzen will, summiert die reziproken Quoten aller Kandidaten und bildet den Kehrwert; die Differenz zu 1 ist die Marge.

Wettformen: Einzel, Kombi, System

Die Torschützen-Wette lässt sich als Einzelwette, Kombiwette oder Systemwette spielen. Einzelwetten sind die einfachste Form: Ein Spieler wird getippt, die Quote gilt direkt. Kombiwetten verbinden mehrere Tipps – „Spieler A wird Torschützenkönig der Bundesliga, Spieler B wird Torschützenkönig der Champions League“ – und die Quoten multiplizieren sich. Bei einer Quote von 6,00 und 8,00 ergibt sich eine Kombiquote von 48,00; der Nettogewinn bei 10 € Einsatz ist 470 €, aber die Marge aus zwei Märkten multipliziert sich.

Systemwetten bilden mehrere Kombinationen aus den ausgewählten Tipps und sichern Teilausfälle ab – bei drei Tipps in einem System „2 aus 3“ gewinnt der Spieler auch dann, wenn nur zwei der drei Tipps richtig sind. Der Einsatz vervielfacht sich entsprechend. Bei tipp3 sind in einer Kombiwette 3 bis 10 Tipps möglich.

Langzeitwetten und Cash-Out

Eine Langzeitwette wird erst nach dem Ende des Wettbewerbs ausgewertet; bis dahin kann der Buchmacher eine Cash-Out-Option anbieten, mit der der Spieler vorzeitig aussteigen kann. tipp3 etwa kann mit der Cashout-Funktion vor Ende eines Spiels vorzeitig aus der Wette ausgestiegen werden, der angebotene Betrag richtet sich nach dem Spielverlauf.

Auf eine Langzeitwette angewendet heißt das: Wer im November merkt, dass der getippte Spieler seit drei Monaten verletzt ist und keine Tore schießen wird, steigt mit Verlust aus; wer im März sieht, dass sein Spieler 25 Tore hat und der Zweite nur 18, steigt mit Gewinn aus, bevor der Mai das Ergebnis kippen könnte. Der Cash-Out-Preis enthält seine eigene Marge – der Buchmacher bietet nie den „fairen“ Wert, sondern einen Wert, bei dem er selbst verdient.

Rechtslage: Was in Österreich erlaubt ist und wer was bewilligt

Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Bundes – der Verwaltungsgerichtshof hat das in einem Erkenntnis vom 2.7.2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt, und der Bundesminister für Finanzen sowie das Bundesfinanzgericht behandeln die klassische Sportwette als Geschicklichkeitsspiel außerhalb des Glücksspielgesetzes (GSpG). Das hat eine Reihe von Folgen, die für den Torschützen-Markt relevant sind.

Leerer Sitzungssaal mit Holzbänken im Morgenlicht
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Kein Bundesgesetz, neun Ländergesetze

Es gibt keine bundesweite Sportwetten-Lizenz, keinen Bundesregulator und keine nationale Liste der zugelassenen Anbieter. Stattdessen hat jedes der neun Bundesländer sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde:

  • Niederösterreich: NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020); zuständig die NÖ Landesregierung.
  • Wien: Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016); zuständig der Magistrat.
  • Oberösterreich: Oö. Wettgesetz; zuständig die OÖ Landesregierung.
  • Tirol, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Vorarlberg, Burgenland: jeweils eigene Wettgesetze mit eigenen Behörden.

Diese Zersplitterung bedeutet: Wer in Österreich eine Sportwette anbietet, braucht eine Land-Bewilligung – aber es gibt neun verschiedene Stellen, die sie ausstellen. tipp3 zum Beispiel nennt eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020; Admiral nennt eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung; Vierklee nennt eine solche der Tiroler Landesregierung.

Was bewilligt wird – und was nicht

Eine Land-Bewilligung deckt nicht alles ab:

  • Sportwetten: Ja, klassische Wetten auf Sportereignisse sind nach allen Wettgesetzen bewilligungsfähig.
  • Wetten auf Politik, TV-Shows, virtuelle Rennen: In der Regel nicht – derartige Wetten fallen unter das Glücksspielgesetz des Bundes und sind dort als Glücksspiel geregelt.
  • Live-Wetten: Unterschiedlich. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020), Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf den nächsten Torschützen (Fassung 2021); die genaue Regel in Niederösterreich ist aus den vorliegenden Quellen nicht abzuleiten.
  • Esports: Nicht aus den Quellen ableitbar.

Was die Torschützen-Wette angeht, ist sie als klassische Langzeitwette auf ein Sportereignis bewilligungsfähig – solange der Wettbewerb wirklich ein Sporter ist und nicht als virtuelles Rennen simuliert wird.

Server-Standort als Anker

Ein Aspekt, der für ausländische Anbieter entscheidend ist: Die Land-Wettgesetze binden die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt. Der Verwaltungsgerichtshof hat das in einem Erkenntnis vom 9.4.2026 (Ra 2025/02/0037) für Oberösterreich bestätigt. Sitzt der Server eines Anbieters in Curaçao, Malta oder einem anderen Land, fällt er nicht unter die österreichische Land-Bewilligung – und damit nicht unter die Strafbestimmungen für unbewilligte Anbieter im jeweiligen Land. Die Rechtslage ist umstritten, und kein österreichisches Gericht hat bisher abschließend entschieden, wie diese Konstruktion mit dem Unionsrecht vereinbar ist.

Für den Spieler heißt das: Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, bewegt sich in einer Grauzone – nicht eindeutig legal, nicht eindeutig illegal, und im Streitfall ohne heimische Anlaufstelle.

Strafen für Anbieter, nicht für Spieler

Die Wettgesetze der Länder sehen Strafen für Anbieter vor, die ohne Bewilligung Wetten anbieten. Wien nennt Strafen bis zu 22.000 €, Oberösterreich bis zu 20.000 € (Texte 2020/2021). Eine Strafe für den Spieler, der bei einem ausländischen Anbieter wettet, ist aus den vorliegenden Quellen nicht ableitbar. Es gibt Gerichtsurteile, die unlicensierten Casino- und Pokernanbietern die Rückzahlung von Verlusten aufgetragen haben – für Sportwetten ist keine vergleichbare Rechtsprechung bekannt.

Wettgebühr: 5 % auf den Einsatz

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf österreichischen Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Die Gebühr ist eine Verkehrssteuer, die der Anbieter schuldet – nicht der Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache: Manche Anbieter tragen die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und ziehen sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab (so tipp3 ); andere bauen sie in die Quoten ein. Bei tipp3 ergibt das Beispiel mit 10 € Einsatz und Quote 2,00: Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €.

Übertragen auf eine Torschützen-Wette: Bei 10 € Einsatz und Quote 8,00 ist der Bruttogewinn 80 €, der Gewinnanteil (abzüglich Einsatz) 70 €. Bei tipp3 werden 5 % von 70 € = 3,50 € abgezogen; die Auszahlung beträgt 76,50 €. Das ist die einzige verlässliche Berechnung, weil die Quoten je nach Anbieter anders mit der Gebühr umgehen.

Bild: Sitzungssaal und Bewilligungs-Behörde

Die Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Dieser Satz steht so oder so ähnlich im Impressum vieler Anbieter – er ist die einzige öffentliche Quelle, anhand derer die Bewilligung überprüft werden kann.

Werbung und Boni

Es gibt in Österreich kein bundesweites Werbeverbot für Sportwetten und keine festgelegten Werbezeitfenster; die Land-Wettgesetze verlangen aber einen verantwortungsvollen Standard (Wien § 18 Abs. 4). Für Boni gibt es keine gesetzliche Regelung – die Bedingungen kommen allein aus den AGBs der Anbieter. Wer einen Bonus annimmt, geht die Umsatzbedingungen, Mindestquoten und Fristen ein, die der Anbieter setzt – etwa Roostino mit 5-fachem Umsatz von Einzahlung plus Bonus und Mindestquoten 2,0 für Einzelwetten oder Slotuna mit 50-€-Pro-Wette-Limit für den Umsatz.

Spielerschutz: Was bei einer Torschützen-Wette zu beachten ist

Eine Wettet auf den Torschützenkönig bindet Geld über Monate. Das ist nicht nur ein finanzielles Risiko, sondern auch ein psychologisches: Wer im November 50 € auf einen Spieler gesetzt hat und im März sieht, dass der Spieler verletzt ist, kann nicht mehr aussteigen – die Wette läuft bis Mai. Der Spielerschutz für Langzeitwetten ist deshalb mehr als eine Selbstsperre.

18 Jahre als Untergrenze

In Wien und Oberösterreich ist die Teilnahme an Sportwetten ab 18 Jahren erlaubt; die Anbieter setzen das in ihren Bedingungen selbst um. tipp3 etwa gibt an, dass die Teilnahme ab 18 Jahren möglich ist und systemtechnisch vorgegeben wird. Wer jünger ist, kann auch mit gefälschten Angaben kein Konto eröffnen – die Verifizierung umfasst die Identität.

Selbstsperre wirkt nur beim Anbieter

Es gibt in Österreich kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten – das wäre ein Eingriff in die Landkompetenz und ist politisch umstritten. Die Selbstsperre, die ein Anbieter anbietet, gilt nur bei diesem Anbieter. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (das Guthaben bleibt im Konto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen); beide Maßnahmen sind nach dem Start nicht aufhebbar. Eine Sperre bei tipp3 hat keine Wirkung auf das Konto bei win2day, Admiral oder einem ausländischen Anbieter.

Wer seine Sperre bei einem Anbieter aufheben will, muss die Sperrfrist ablaufen lassen. Ein vorzeitiges Aufheben ist nicht möglich – das schützt den Spieler vor sich selbst in einem Moment, in dem der Entschluss zur Sperre noch klar ist.

Einzahlungslimits als freiwillige Disziplin

Anders als in Deutschland gibt es in Österreich kein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten. Es gibt politische Vorstöße – etwa Oppositionsanträge in der Steiermark und in Niederösterreich im Jahr 2025, die ein Limitregister fordern –, aber keine umgesetzte Regelung. win2day hat ein eigenes Limit gesetzt: bis 26 Jahre 250 € pro Woche, ab 26 Jahre 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit.

Das ist ein freiwilliges Limit des Anbieters, kein gesetzliches Limit, und es gilt nur bei win2day. Wer bei mehreren Anbietern spielt, hat bei jedem Anbieter sein eigenes Limit und keine zentrale Übersicht.

Budgetplanung: Was eine Torschützen-Wette wirklich kostet

Eine Wette auf den Torschützenkönig unterscheidet sich von einer Einzelwette durch die Bindungsdauer. Wer 50 € auf einen Spieler setzt und die Wette im November verliert, hat 50 € verloren und ist fertig. Wer 50 € auf einen Torschützenkönig setzt und der Spieler verletzt sich im Januar, hat 50 € verloren – und wartet bis Mai, bis die Wette formal ausgewertet wird. Über diese Monate hinweg kann der Spieler nicht über das Geld verfügen.

Für die Budgetplanung heißt das: Eine Torschützen-Wette ist ein gebundener Betrag, der nicht für andere Wetten zur Verfügung steht. Wer mehrere Langzeitwetten parallel laufen hat, sollte den Gesamtbetrag im Auge behalten – nicht den Einzelbetrag.

Hilfe für Spieler

Die österreichische Anlaufstelle für Spielsucht ist playsponsible.at. Wer merkt, dass das Wetten außer Kontrolle gerät, findet dort Beratungsstellen, Selbsttests und Informationen über Therapieangebote. Das Angebot richtet sich an alle Formen von Glücksspiel und Wetten, nicht nur an Casino-Spieler.

Häufige Fragen

Welche Faktoren beeinflussen die Quote bei einer Torschützen-Wette?

Einsatzzeit, Verletzungen, Transfers und Elfmeterrollen verändern die Quote. Vor dem ersten Spiel sind die Quoten breit gestreut; nach Verletzungen steigen sie für den betroffenen Spieler; wechselt ein Stürmer den Verein, kann das seine Torchancen erhöhen oder senken.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Eine Wette mit Einsatz E und Quote Q zahlt im Erfolgsfall E × Q zurück; der Nettogewinn ist E × (Q − 1). Bei einer Quote von 8,00 und 10 € Einsatz erhält der Spieler 80 € brutto und 70 € netto. Die Marge des Buchmachers steckt in der Quote und ist nicht separat ausgewiesen.

Was passiert bei Gleichstand am Saisonende?

Das hängt vom Anbieter ab. Manche Anbieter werten die Wette als gewonnen, wenn der getippte Spieler unter den geteilten Torschützenkönigen ist; andere erstatten den Einsatz zurück, wenn es keinen alleinigen Sieger gibt; wieder andere werten die Wette als verloren, wenn der Spieler nicht alleiniger Torschützenkönig ist. Die Regelung steht in der Wettordnung.

Wer trägt die 5 % Wettgebühr bei einer Torschützen-Wette?

Die Wettgebühr von 5 % ist eine Steuer auf den Wetteinsatz, die der Anbieter schuldet. Wie er sie weitergibt, variiert: tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Bei einer Quote von 8,00 und 10 € Einsatz bedeutet das: Bruttogewinn 80 €, abzüglich 5 % von 70 € Gewinn = 3,50 € Gebühr, Auszahlung 76,50 €.

Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten?

Die Bewilligung wird von der jeweiligen Landesregierung nach dem Wettgesetz des Bundeslandes erteilt. tipp3 etwa führt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung, Admiral eine der OÖ Landesregierung, Vierklee eine der Tiroler Landesregierung. Eine bundesweite Liste zugelassener Anbieter gibt es nicht.

Gilt eine Selbstsperre nur beim Anbieter oder in ganz Österreich?

Eine Selbstsperre gilt nur beim Anbieter, bei dem sie gesetzt wird. tipp3 etwa bietet Selbstsperren von 1 bis 3 Jahren, die nach dem Start nicht aufhebbar sind. Eine bundesweite Sperrregister für Sportwetten existiert nicht; wer bei mehreren Anbietern spielt, muss bei jedem Anbieter eine eigene Sperre beantragen.

Dieser Beitrag wurde vom Team von Freiwetten Info erstellt.

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